Aus der Praxis: Ihre erste Woche mit Praktikal

Das Experimentier-Set liegt auf dem Schreibtisch, Ihr Zugang auf praktikal.app ist aktiviert. Und jetzt? Hier erfahren Sie genau, wie Ihre erste Woche aussieht. Kompakt in: fünf Tagen & fünf überschaubaren Schritten. Am Montag geht es los und am Freitag haben Sie eine interaktive Unterrichtsstunde durchgeführt, diese bewertet und mit einer Kollegin oder einem Kollegen geteilt. Vorkenntnisse mit der Plattform sind nicht nötig.

Tag 1: Auspacken und Plattform erkunden

Beginnen Sie mit dem physischen Eyperimentier-Set. Darin finden Sie Experimentierausrüstung und eine gedruckte Lehrkräfteanleitung, die jede Aktivität Schritt für Schritt erklärt. Stellen Sie das Set griffbereit ab, an Tag 3 werden Sie es brauchen.

Öffnen Sie jetzt praktikal.app in einem beliebigen Browser und melden Sie sich an. Sie gelangen ins Repository. Das ist eine durchsuchbare Bibliothek mit fertigen Unterrichtsszenarien. Nutzen Sie die Filter um gezielt zu suchen: nach Fach, Thema oder Inhaltstyp. Sie suchen ein Physik-Arbeitsblatt zum Thema Kräfte? Geben Sie den Suchbegriff ein und filtern Sie. Jedes Element in der Bibliothek gibt es sowohl als digitale Version (für Bildschirme) als auch als druckbares PDF — Sie entscheiden später, wie Sie es einsetzen möchten.

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit um zu stöbern. Öffnen Sie ein paar Szenarien und achten Sie auf den Aufbau: Folien, Fragen, Multimedia-Elemente, methodische Hinweise. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was bereits für Sie vorbereitet ist.
Über 150 fertige Aktivitäten für Physik und Chemie stehen bereit — und die Bibliothek wächst stetig.

Tag 2: Die erste Unterrichtsstunde auswählen

Wählen Sie ein Unterrichtsszenario aus der Bibliothek. Am besten eines, das zu Ihrem aktuellen Stoffplan passt — je näher am laufenden Unterricht, desto besser.

Gefunden? Wählen Sie Kopieren, um es in Ihren eigenen Bereich zu übernehmen. Damit erstellen Sie Ihre persönliche Version. Das Original bleibt unverändert in der gemeinsamen Bibliothek.

Nun haben Sie zwei Möglichkeiten:
1) Sie können das Szenario genau so verwenden, wie es ist — jede Unterrichtseinheit enthält methodische Kommentare, die erklären, wie Sie vorgehen, was Sie sagen und wo Lernende erfahrungsgemäß Schwierigkeiten haben.
2) Oder Sie passen es an: eine Frage austauschen, ein eigenes Bild einfügen, die Formulierung anpassen, Folien umordnen oder ausblenden. Der Editor funktioniert wie ein Präsentationsprogramm, das Sie bereits kennen — einfach per Drag-and-Drop.

So oder so: Ihre Unterrichtsstunde steht in Minuten, nicht in Stunden. Genau darum geht es. Praktikal wurde von Lehrkräften entwickelt, die wissen, dass Vorbereitungszeit die knappste Ressource an jeder Schule ist.

Tag 3: Ab in den Unterricht

Heute kommt alles zusammen. Sie haben drei Möglichkeiten, Ihre Stunde durchzuführen und können diese frei kombinieren.

Variante A: Bildschirm und Endgeräte. Projizieren Sie die Unterrichtsstunde auf einen Bildschirm im Klassenraum, während die Lernenden auf ihren eigenen Geräten mitarbeiten. Sofern erlaubt, werden Smartphones, Tablets, Laptops oder Chromebooks vollständig unterstützt. Nutzen Sie den Folgemodus, um die Klasse auf derselben Folie zu halten. Wenn Sie weiterblättern, blättern alle weiter.

Variante B: Papier und digital kombiniert. Verteilen Sie gedruckte Arbeitsblätter (am Vortag als PDF exportiert), damit Lernende handschriftlich arbeiten können, während sie Antworten digital einreichen. Das eignet sich besonders für experimentbasierte Stunden, in denen gezeichnet, gemessen und geschrieben wird.

Variante C: Komplett digital. Zeigen Sie den QR-Code oder teilen Sie die Zugangs-URL. Lernende scannen den Code, geben ihren Namen ein und sind dabei. Es wird kein Konto beötig, kein Passwort, keine App-Installation. Sie arbeiten auf ihren eigenen Geräten in dem Tempo, das Sie vorgeben.

Während der Stunde helfen Ihnen einige Werkzeuge dabei, den Überblick zu behalten. Der Timer setzt einen sichtbaren Countdown für Aufgaben, damit Lernende genau wissen, wie viel Zeit sie haben. Der Zufallsgenerator wählt eine Person für die Diskussion aus — nützlich, um die ganze Klasse einzubinden und nicht nur diejenigen, die sich freiwillig melden.

Wenn Sie ein Hands-on-Experiment aus dem Experimentier-Set durchführen, leitet die digitale Unterrichtsstunde die Lernenden durch die Methodik, während sie mit der physischen Ausrüstung arbeiten. Beide Hälften — digital und physisch — sind so konzipiert, dass sie nahtlos zusammenpassen.

Tag 4: Auswerten und bewerten

Nach der Stunde öffnen Sie die Bewertungsansicht für diese Sitzung. Dort sehen Sie alle Antworten der Lernenden auf einen Blick.

Automatisch bewertete Aufgaben — Multiple-Choice, numerische Antworten, Zuordnungsaufgaben — haben bereits Punktzahlen. Prüfen Sie diese nach Belieben und überschreiben Sie jede Note mit einer einzigen Auswahl. Die Plattform bewertet automatisch, aber Sie haben immer das letzte Wort.

Für offene Antworten nutzen Sie die Gruppenbewertung. Die Plattform fasst ähnliche Antworten zusammen, sodass Sie vergleichbare Antworten gebündelt bewerten können, anstatt 30 nahezu identische Sätze einzeln zu korrigieren. Bei einer Klasse von 25 Lernenden kann das Ihre Korrekturzeit um die Hälfte oder mehr reduzieren.

Anschließend haben Sie zwei Möglichkeiten, um Ergebnisse weiterzugeben. Exportieren Sie alles nach Excel — eine detaillierte Tabelle mit Punktzahlen, individuellem Feedback und Antwortdaten. Oder senden Sie die Rückmeldung direkt über die Plattform an die Lernenden, mit Kommentaren zu jeder Aufgabe und einer Gesamtbewertung.

So oder so: Die Korrekturarbeit, die früher den Sonntagnachmittag gefüllt hat, passt jetzt in eine Freistunde.

Tag 5: Mit einer Kollegin oder einem Kollegen teilen

Sie haben ein Szenario angepasst, unterrichtet und bewertet. Jetzt teilen Sie es.

Eine Schullizenz umfasst in der Basisversion 25 Lehrkräfte. Das bedeutet: Alle Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Fachschaft — und darüber hinaus — können auf die Plattform zugreifen. Wählen Sie Teilen, um Ihr angepasstes Szenario mit anderen Lehrkräften in Ihrer Einrichtung zu teilen. Diese können es kopieren, weiter anpassen oder direkt verwenden.

Hier entfaltet sich der eigentliche Mehrwert. Die Vorbereitung einer einzigen Lehrkraft kommt der gesamten Fachschaft zugute. Im Laufe eines Halbjahres entsteht an Ihrer Schule eine gemeinsame Sammlung erprobter, angepasster Unterrichtsstunden. Eine neue Lehrkraft, die mitten im Schuljahr beginnt, fängt nicht bei null an — sondern kann auf Ihrer Vorarbeit aufsetzen.

Und weil jedes Szenario sowohl digital als auch als Druckversion vorliegt, können Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Unterrichtsstilen dasselbe Material auf ihre eigene Art einsetzen.

Wie es weitergeht

Fünf Tage liegen hinter Ihnen. Sie haben die Plattform erkundet, eine interaktive Stunde durchgeführt, effizient bewertet und Ihre Arbeit geteilt. Das ist der vollständige Kreislauf — und er wird mit jeder Woche schneller.

Die über 150 Aktivitäten in der Bibliothek sorgen dafür, dass Ihnen so schnell kein Material ausgeht. Und mit über 300 Schulen, die Praktikal bereits in Estland nutzen, sowie wachsender Verbreitung im DACH-Raum schließen Sie sich einer Gemeinschaft von Lehrkräften an, die weniger vorbereiten und mehr unterrichten.

Bereit loszulegen? Erfahren Sie mehr über Praktikal und bringen Sie es noch in diesem Halbjahr in Ihren Unterricht.

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