KI an Schulen: Warum wir kein Technologieproblem haben – sondern ein Praxisproblem

Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, bei der Alliance for Applied AI & Innovation bei GK Software in Schöneck auf dem Bildungspanel zu sprechen.

Mein Thema: „Digital denken. Praxis lernen. – Praktikal & KI“

Dabei hat sich eine Beobachtung bestätigt, die ich aktuell in fast allen Gesprächen mit Schulen, Trägern und Partnern mache:

KI ist nicht das Problem.
Unsere Unsicherheit im Umgang damit ist es.

Click here to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.


Zwischen Aufbruch und Orientierungslosigkeit

Kaum ein Thema entwickelt sich so dynamisch wie Künstliche Intelligenz. Neue Tools entstehen im Wochentakt, die Möglichkeiten wirken grenzenlos.

Doch in der Realität der Schulen führt diese Dynamik oft zu einem Stillstand aus Überforderung:

  • Tool-Dschungel: Unsicherheit bei der Auswahl der „richtigen“ Lösung
  • Insel-Lösungen: Überforderung durch zu viele isolierte Tools
  • Methodik-Vakuum: Fehlende Klarheit, wie KI konkret den Unterricht verbessert

Das Ergebnis: Wir führen viele Diskussionen aber sehen noch zu wenig echte Anwendung. KI im Unterricht scheitert nicht an der Technologie, sondern an der fehlenden praktischen Anwendung im Schulalltag un der fehlenden Methodik.

Vortragstitel auf dem Event der AI Alliance Südwestsachsen am 14.4.2026 bei GK in Schöneck. Panel Bildung mit Impuls von Luise Ludwig zu Praktikal & KI

Das eigentliche Problem: Es fehlt an Praxis

Die Debatte wird oft auf einer rein strategischen Ebene geführt: Welche Risiken gibt es? Welche Regeln brauchen wir?

Das ist wichtig – aber es beantwortet nicht die entscheidende Frage: Wie hilft KI am Dienstagmorgen in der zweiten Stunde?


Drei Pfeiler für den echten Wandel

(1) Weg vom Tool-Hype – hin zur Methodik

Ein weiteres Tool löst kein Problem.
Was Schulen brauchen, ist eine klare didaktische Einbettung und eine spürbare Zeitersparnis im Alltag.


(2) Lehrkräfte stärken – nicht ersetzen
KI verändert die Rolle der Lehrkraft: vom Wissensvermittler hin zum Kurator, Lernbegleiter und Kontextgeber

Dafür braucht es Werkzeuge, die unterstützen – nicht zusätzlich belasten.

(2) Praxis vor Perfektion
Die besten Konzepte entstehen nicht am grünen Tisch, sondern im Klassenzimmer:

:: durch Ausprobieren
:: durch Iterieren
:: durch direktes Feedback


Wie KI im Unterricht wirklich funktionieren kann

Ein Beispiel ist die estnische Lösung Praktikal. Die All-In-One-Lösung bietet u.a. folgende Möglichkeiten:

  • Bestandsschutz: Bestehende Materialien bleiben erhalten und können angepasst und erweitert werden
  • Hybridität: Digitale Inhalte und physische Experimente werden sinnvoll kombiniert
  • Effizienz: KI unterstützt gezielt bei der Erstellung und Anpassung von Unterrichtseinheiten

Mit Praktikal gibt es eine Lösung. Nicht 10.

Der Praktikal Methodik liegt eine Frage zugrunde: Wie wird Unterricht einfacher, besser und praxisnäher?

Mein Fazit

Wenn wir KI in Schulen ernsthaft etablieren wollen, müssen wir aufhören, sie primär als Technologieprojekt zu betrachten.

Und anfangen, sie als das zu sehen, was sie ist: ein Werkzeug für bessere Bildung(smöglichkeiten)

  • Weniger Diskussion über Möglichkeiten
  • Mehr Fokus auf Anwendung
  • Weniger Komplexität
  • Mehr Klarheit im Alltag

Digital denken ist wichtig. Praxis lernen ist entscheidend.

Was bedeutet KI im Unterricht konkret?

  • Individuelle Lernunterstützung: KI hilft, Inhalte und Aufgaben an unterschiedliche Lernniveaus anzupassen.
  • Zeitersparnis für Lehrkräfte: Unterrichtseinheiten, Aufgaben und Materialien können schneller erstellt und angepasst werden.
  • Didaktische Ergänzung, kein Ersatz: KI unterstützt Lehrkräfte – sie ersetzt sie nicht.
  • Integration statt Insellösungen: KI wird in bestehende Materialien und Unterrichtsabläufe eingebunden.
  • Praxisnahe Anwendung: Der Fokus liegt auf konkretem Einsatz im Unterricht – nicht auf theoretischen Konzepten.

Nach oben scrollen