Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, bei der Alliance for Applied AI & Innovation bei GK Software in Schöneck auf dem Bildungspanel zu sprechen.
Mein Thema: „Digital denken. Praxis lernen. – Praktikal & KI“
Dabei hat sich eine Beobachtung bestätigt, die ich aktuell in fast allen Gesprächen mit Schulen, Trägern und Partnern mache:
Zwischen Aufbruch und Orientierungslosigkeit
Kaum ein Thema entwickelt sich so dynamisch wie Künstliche Intelligenz. Neue Tools entstehen im Wochentakt, die Möglichkeiten wirken grenzenlos.
Doch in der Realität der Schulen führt diese Dynamik oft zu einem Stillstand aus Überforderung:
- Tool-Dschungel: Unsicherheit bei der Auswahl der „richtigen“ Lösung
- Insel-Lösungen: Überforderung durch zu viele isolierte Tools
- Methodik-Vakuum: Fehlende Klarheit, wie KI konkret den Unterricht verbessert
Das Ergebnis: Wir führen viele Diskussionen aber sehen noch zu wenig echte Anwendung. KI im Unterricht scheitert nicht an der Technologie, sondern an der fehlenden praktischen Anwendung im Schulalltag un der fehlenden Methodik.

Das eigentliche Problem: Es fehlt an Praxis
Die Debatte wird oft auf einer rein strategischen Ebene geführt: Welche Risiken gibt es? Welche Regeln brauchen wir?
Das ist wichtig – aber es beantwortet nicht die entscheidende Frage: Wie hilft KI am Dienstagmorgen in der zweiten Stunde?
Wie KI im Unterricht wirklich funktionieren kann
Ein Beispiel ist die estnische Lösung Praktikal. Die All-In-One-Lösung bietet u.a. folgende Möglichkeiten:
- Bestandsschutz: Bestehende Materialien bleiben erhalten und können angepasst und erweitert werden
- Hybridität: Digitale Inhalte und physische Experimente werden sinnvoll kombiniert
- Effizienz: KI unterstützt gezielt bei der Erstellung und Anpassung von Unterrichtseinheiten
Mit Praktikal gibt es eine Lösung. Nicht 10.

Der Praktikal Methodik liegt eine Frage zugrunde: Wie wird Unterricht einfacher, besser und praxisnäher?

Mein Fazit
Wenn wir KI in Schulen ernsthaft etablieren wollen, müssen wir aufhören, sie primär als Technologieprojekt zu betrachten.
Und anfangen, sie als das zu sehen, was sie ist: ein Werkzeug für bessere Bildung(smöglichkeiten)
- Weniger Diskussion über Möglichkeiten
- Mehr Fokus auf Anwendung
- Weniger Komplexität
- Mehr Klarheit im Alltag
Digital denken ist wichtig. Praxis lernen ist entscheidend.
Was bedeutet KI im Unterricht konkret?
- Individuelle Lernunterstützung: KI hilft, Inhalte und Aufgaben an unterschiedliche Lernniveaus anzupassen.
- Zeitersparnis für Lehrkräfte: Unterrichtseinheiten, Aufgaben und Materialien können schneller erstellt und angepasst werden.
- Didaktische Ergänzung, kein Ersatz: KI unterstützt Lehrkräfte – sie ersetzt sie nicht.
- Integration statt Insellösungen: KI wird in bestehende Materialien und Unterrichtsabläufe eingebunden.
- Praxisnahe Anwendung: Der Fokus liegt auf konkretem Einsatz im Unterricht – nicht auf theoretischen Konzepten.


